Das Projekt

Jahresbericht 2014

Zweck dieses Projektes ist es einerseits das naturwissenschaftliche Wissen über Ökologie den SchülerInnen und Lehrkräften anhand konkreter Beispiele, unterstützt durch ExpertInnen (Besuch ausgewählter Ökosysteme und Schutzgebiete in den Partnerländer) zu vermitteln, um dadurch die grenzüberschreitende Bedeutung der Biodiversität im europäischen Raum zu erkennen, zu dokumentieren und zu verbreiten. Andererseits werden die Sprachkenntnisse in der Projektsprache (Deutsch) der TeilnehmerInnen der Partnerschulen aus Tschechien und Polen  verbessert.
Der Bedarf für das Projekt ergibt sich aus dem Umstand, dass die Biodiversität gefährdet ist und bereits EU-weit gültige Artenschutzrichtlinien erlassen wurden. Zudem sind zukünftigen AbsolventInnen der Partnerschulen wichtige Entscheidungsträger und Akteure in ländlichen Regionen und fungieren hier als MultiplikatorInnen in sensiblen Bereichen wie Landwirtschaft/Tourismus/Naturschutz.

Projektziele und gemeinsame Outputs

Ziel 1

Erstellen eines „Fotobuches der Vielfalt“ (gemeinsames Produkt) mit Abbildungen und Beschreibungen ausgewählter Pflanzen- und Tierarten aus den besuchten Schutzgebieten/besonderen Ökosystemen der Partnerländer.


Ziel 2

Vergleich von Schutzgebietskonzepten anhand von mindestens vier ausgewählten Beispielen aus den Partnerländern (gemeinsames Produkt).


Ziel 3

Erstellen einer Projekt-Homepage zur Dokumentation und Verbreitung der Ergebnisse und der Erkenntnisse aus der Beschäftigung mit den europäischen Schutzgebieten (gemeinsames Produkt).

Ziel 4

Die TeilnehmerInnen lernen die Vielfalt europäischer Ökosysteme (limnische, alpine, marine, Steppen-, Wüsten- und Waldökosysteme) in den Partnerländern anhand konkreter Beispiele kennen.


Ziel 5

Bei den kurzfristigen Lern-, Lehr- und Schulungsaktivitäten werden den TeilnehmerInnen durch Workshops mit ExpertInnen folgende Inhalte vermittelt:
– Nachhaltige Kulturmaßnahmen (z.B. Almwirtschaft, Magerwiesenpflege)
– Erhaltung und Entstehung von Vielfalt fördern
– Zusammenhang zwischen  Biodiversität und landwirtschaftlicher Nutzung
– Länderspezifische Konzepte zum Erhalt und zur Förderung einzigartiger Lebensräume
– Richtlinien der Europäischen Union für Arterhaltung anhand konkreter Lebensräume und Arten


Ziel 6

Die SchülerInnen und LehrerInnen der Partnerschulen aus Tschechien und Polen verbessern durch die Projektsprache Deutsch ihre Fremdsprachenkenntnisse.


Ziel 7

Die bestehenden Schulpartnerschaften werden vertieft, die Mobilität von SchülerInnen und LehrerInnen wird gesteigert.


Ziel 8

Die Fertigkeiten der SchülerInnen im Umgang mit IKT und anderen modernen Medien (z.B. Lernplattformen, social media) werden verbessert.

Da die lehrplanmäßigen Schwerpunkte der Partnerschulen und die Interessen der Schülerinnen und Schüler im Bereich „Biodiversität“ und „Landwirtschaft“ liegen, haben wir die Projektziele so gewählt, dass es im Rahmen der Mobilitäten möglich ist, ökologisch wertvolle europäische Lebensräume kennenzulernen und gemeinsam vor Ort zu arbeiten.
Die Partnerschulen bekommen die Möglichkeit, für die EU bedeutsame Lebensräume hautnah zu erfahren und die Wichtigkeit länderübergreifender Zusammenarbeit in puncto Artenschutz zu erkennen, sowie das Bewusstsein in dieser Hinsicht zu schärfen. Durch die Arbeit vor Ort in bedeutenden Schutzgebieten der Partnerländer wird den Schülerinnen und Schülern und auch den Lehrkräften deutlich, welche wichtigen Funktionen die Landwirtschaft z.B. im Rahmen von Pflegemaßnahmen im Hinblick auf Artenschutz übernimmt.
Wir werden die Umsetzung der EU Richtlinien zur Erhaltung natürlicher Lebensräume (Fauna-Flora-Habitat Richtlinie, Vogelschutzrichtlinie) an konkreten Beispielen (z.B. für Österreich: Pannonische Steppen-Trockenrasen auf Löss, Pannonische Salzsteppen und Salzwiesen; z.B. für Polen: Binnendünen; z.B. für Tschechien: Urwälder; z.B. für Italien: alpine Flora) kennen lernen. Dadurch wird den ProjektteilnehmerInnen Wissen über die Bedeutung der europäischen Naturschutzrichtlinien vermittelt. Der Wert einzigartiger Schutzgebiete im eigenen Land und in den Nachbarländern wird ebenso erkannt, wie die Notwendigkeit grenzübergreifender Zusammenarbeit zum Schutz der Biodiversität.
Durch die Beschäftigung vor Ort in den Schutzgebieten (Workshops mit Fachleuten; fachkundig geführte Exkursionen) wird die Bedeutung gezielter Flächenbewirtschaftung von Natur- und Kulturlandschaften und die Rolle der Landwirtschaft für den Erhalt der Artenvielfalt allen ProjektteilnehmerInnen deutlich. Zusätzlich werden wir uns mit den Methoden und Möglichkeiten der Umsetzung von bewusstseinsbildenden Maßnahmen für BesucherInnen der Nationalparks/Schutzgebiete auseinandersetzen (z.B. Erlebnispädagogik, touristische Konzepte zur Wissensvermittlung).
Die Projektergebnisse werden mittels Pressearbeit, Projektwebseite, Schulhompages, Veranstaltungen, Präsentationen in allen Partnerländernverbreitet und nach dem Projekt als Lehr- und Lernunterlagen verwendet.

Schülerinnen und Schüler aus vier europäischen Ländern arbeiten zusammen

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