Wildes Europa – Šumava und Bayrischer Wald

Vom 20. bis 25. 9.2015 trafen sich die höheren Landwirtschaftsschulen aus Österreich (HLBLA St.Florian), Polen (Zespol Szkol Ksiaz), Tschechien (VOS a SZeS Tabor) und Italien (Fachoberschule für Landwirtschaft/Auer) zum zweiten Mal, um im Rahmen des länderübergreifenden Erasmus+ -Projektes „WILDES EUROPA – Biodiversität von Natur- und Kulturlandschaften“, den Nationalpark Šumava (Böhmerwald) in Tschechien zu erkunden. Der Nationalpark Šumava bildet zusammen mit dem benachbarten Nationalpark Bayerischer Wald das größte zusammenhängende mitteleuropäische Waldgebiet, auch „Grünes Dach Europas“ genannt. Bergplateaus mit emporragenden Gipfeln, die canyonartigen, durch Erosion entstandenen Taleinschnitte mit Flussläufen im Westen, das weitläufige Hochland Trojmezenska hornatina oder die Moldau-Auen im Süden – jedes Gebiet bietet Lebensraum für die unterschiedlichsten Tier- und Pflanzenarten. Reste von urwaldähnlicher Vegetation, Tal- und Berghochmoore, sowie Gletscherseen machen den geheimnisvollen Reiz dieses dünn besiedelten Gebiets aus. Jeder Tag, den wir im Rahmen des Projektes im Nationalpark verbrachten, hatte einen thematischen Schwerpunkt. Erforscht wurden der Urwald, das Wasser in den wildromatischen Flusslandschaften, die Moore und die Tierwelt. Das abwechslungsreiche und interessante Rahmenprogramm bildeten ein historischer Stadtrundgand durch die Stadt Tabor, eine Besichtigung der Partnerschule und des Botanischen Gartens in Tabor, der Besuch eines Biobetriebes, eine Wanderung zur mittelalterlichen Burg Kašperk, der Baumwipfelpfad in Neuschönau und das Seilzentrum in Zadov. Faszinierende sechs Tage in den einzigartigen Nationalparks Šumava und Bayrischer Wald, lassen die Vorfreude auf das nächste Treffen im Frühling 2016 in Polen wachsen.

Wildes Europa – Neusiedlersee und Donauauen

Vom 4. Mai bis 8.Mai 2015 trafen sich LehrerInnen und SchülerInnen aus Österreich (HLBLA St.Florian), Polen (Zespol Szkol Ksiaz), Tschechien (VOS a SZeS Tabor) und Italien (Fachoberschule für Landwirtschaft/Auer), um im Rahmen des länderübergreifenden Erasmus+ -Projektes „WILDES EUROPA – Biodiversität von Natur- und Kulturlandschaften“, die Nationalparks im Osten Österreichs zu erkunden.

Im Nationalpark Neusiedler See – Seewinkel kamen Birdwatcher beim Beobachten von Löfflern, Reihern und Singvögeln, die im Schilfgürtel nisten, auf ihre Kosten. Tausende junge Graugänse bevölkern zurzeit Lacken und Wiesen. Vom Quartier in Illmitz aus wurde die Gegend per Fahrrad erkundet und so mancher kam über die unglaubliche Harmonie der Natur rund um den Steppensee ins Schwärmen. Zwischen den Lacken weiden Steppenrinder, weiße Esel, Mangalitza-Schweine und Przewalski-Pferde und tragen so zur Erhaltung und Nutzung der Kulturlandschaft bei. Unter fachkundiger Anleitung führten die SchülerInnen Wasseruntersuchungen, botanische Erhebungen und Vogelbeobachtungen durch.

Einen Tag verbrachten die ProjektteilnehmerInnen im Nationalpark Donau-Auen. Die besondere Verbindung von Wald und Wasser konnte bei einer Schlauchbootfahrt durch einen Altarm der Donau wahrgenommen werden. Der Nationalpark Donau-Auen ist die „grüne Lunge“ zwischen Wien und Bratislava und die größte zusammenhängende, ökologisch intakte Aulandschaft Mitteleuropas. Mit etwas Glück konnten sogar Wasserschildkröten beim Sonnenbaden beobachtet werden. Eine anschließende Wanderung durch die Obere Lobau brachte Orchideenliebhaber ins Schwärmen und gab einen Eindruck über ein völlig anderes Ökosystem, die Heißländen, deren karge Vegetation durch Wassermangel gekennzeichnet ist. Der Besuch im „nationalparkhaus wien-lobAU“ gab einen Überblick über die vielfältige Tierwelt des Nationalparks Donau-Auen.

Besonders die Gäste aus Polen, Tschechien und Südtirol waren vom anschließenden Besuch der nahen Bundeshauptstadt Wien und der Stadtführung beeindruckt.

Faszinierende fünf Tage in den einzigartigen Natur- und Kulturlandschaften des Seewinkels und der Hainburger Au lassen die Vorfreude auf das nächste Treffen im Herbst 2015 im Nationalpark Šumava in Tschechien wachsen.

Schülerinnen und Schüler aus vier europäischen Ländern arbeiten zusammen